Launischer Emo-Pop/Indierock mit Ohrwurmcharakter von Tim Kasher, der hier die eher poppige Seite auslebt, die in seiner "Hauptband" Cursive manchmal zu kurz kommt. Hier wird die Bright Eyes-Referenz immer offensichtlicher, nicht nur stimmlich liegt Kasher nahe an Conor Oberst, auch musikalisch bewegen sich The Good Life sehr nahe an den Band-begleiteten Bright Eyes-Songs, gerade auch wegen der eher dezenten, teils fast folkigen Instrumentierung (Trompete, Drum-Besen, Piano...), die Friends Of Dean Martinez oder Giant Sand alle Ehre macht. Trotz der "Saddle Creek-Schule" behält sich das Quartett seine ganz eigene Marke vor, sie schaffen es bei aller Melancholie dieses positive Grundgefühl herauszuarbeiten, eine moody Platte mit sehr bedächtigen aber auch euphorisierenden Momenten, das Niveau von Cursive wird definitiv gehalten. 12 Songs, nur eine Überschneidung mit der kürzlich erschienenen "Lovers need lawyers"-EP Saddle Creek.