Mit ihrem Debüt hat Masha vor ein paar Jahren für eine faustdicke Überraschung gesorgt, man kennt sie auch als Keyboarderin bei Mina, als Bassistin u. Gitarristin bei Contriva und auch als Mitglied bei NM Farmer. Auf ihrem 2. Soloscheibchen vermischt sie die Pole elektronisch und akustisch zu einem emotionalen, faszinierenden Gebräu, das besser gefällt als ihre bisherigen Bandalben. Ihre Stimme erinnert ein wenig an Kollegin Morgenstern, der Rockfaktor ist allerdings ein wenig höher, auch wenn immer wieder Halleffekte und minimale kleine elektronische Spielereien den Sound subtil verfeinern, da findet sich ein ISO 68-Sample oder ein Rhythmustrack von Rechenzentrum. Die Scheibe wirkt ungemein akzentuiert und durchdacht eingesetzt, das ist Indiepop, wie ihn in dieser Perfektion in Deutschland nur noch Lali Puna und die Weilheimconnection machen. *Morr