Edie Sedgwick war eine Bob Dylan- oder auch Warhol-Muse, die nach einem ansatzweise glamourösen und drogenreichen Leben anno 71 verstorben ist, und Edie Sedgwick ist aber auch das neue Synonym von Justin Moyer (El Guapo, Antelope, Supersystem), der sich auf diesem Solo Debut u.a. und v.a. mit der Gender-Frage auseinandersetzt. Seine/Ihre Songtitel sind die Namen von Personen aus dem Show-Biz als Vetreter einer abgeschmackten und verrückten Gesellschaft; Beobachtungsgabe und Ironie zeigen die Texte; zur Musik: Eine Weiterführung des von El Guapo eingeschlagenen Wegs, Elektro-Pop mit minimalen Mitteln, quirrlig und schräg, einfach und energie-geladen, zwischen Philipp Glass und Le Tigre, zwischen Make-Up und Rapture, zwischen Atom & his Package und the Faint. Fein, fein, das macht Spaß und ist erfrischend * DeSoto.