In Sri Lanka aufgewachsen, einen von der Regierung gesuchten Tamilenführer als Vater, in England später Kunst studiert und von Peaches letztlich zum befreiten Musikmachen animiert und schliesslich nun mit ihrem heisserwarteten Debut. Das am frischesten klingende Electronicalbum des Jahres vielleicht tatsächlich, Grime hin, Grime her, wobei die Zutaten nicht wirklich neu sind, aber wie Maya Arulpragsam hier den kulturellen Mash zelebriert, beeindruckt. Eigentlich eine urenglische Scheibe, ein Zwischending aus Junglebässen und runtergetunten Breakbeats vermischt mit spacigen, dem Dub entnommenen Effekten, dazu kommen hier aber v.a. in den Vocals ungewohnte asiatische, aber auch andere Einflüsse, die neben ihrer eigenwilligen Interpretation von Hiphop-, Ragga- und Soulvocals digitale Karnevalstimmung verbreiten. Irgendwie die weiblichere, clubtaugliche Variante zu Dizzee Rascal und definitiv keine Kurzzeitbegleiter, da steckt mehr dahinter, worauf auch die One-Woman-Live-Show spricht. Mut wird belohnt. 12 Tracks. *XL