Erstaunlicherweise eine recht typische Scheibe für DeSoto, nachdem in letzter Zeit wenn dann eher schräger Kram rauskam. The Life And Times dagegen sind wieder in typischer DC-Manier, nicht nur wegen ihrer Vergangenheit in Bands wie Shiner, die damals schon als die coolere D.C.-Version der Foo Fighters gehandelt wurden. Hier gibt´s gewohnt guten soliden Washington-Sound mit melodischen Vocals und rockigen Arrangements, aber immer mit der nötigen Portion Anspruch, die alle DeSoto- und Dischord-Releases auszeichnet. Wer Burning Airlines, Jawbox (und natürlich Channels) und Built To Spill, aber auch Sunny Day Real Estate mochte, wird auch mit diesen 10 Songs (41 Minuten) seine wahre Freude haben! Im Gegensatz zu Shiner sind The Life And Times etwas dynamischer und abwechslungsreicher, ja geradezu hymnischer. Die großartige Atmosphärik bleibt erhalten, wird aber um eingängigere Passagen erweitert und mit etwas treibenderen Versatzstücken à la Minus The Bear durchzogen. Sehr schöne Blaupause der poppigeren Seite des aktuellen D.C.-Sounds, und das von einer Band die nicht mal aus der Dischord-Wiege kommt * DeSoto.