
a story in white
UK 01 /
UK 07
/ CHEMIKAL UNDERGROUND
Mit dieser Scheibe bricht die Band aus Glasgow mit allem, was sie zuvor gemacht haben. Die bärtigen Schotten machen Schluss mit lustig und haben sich von dem extremen, aber auch unverkennbaren Miteinander-Konfrontieren divergent scheinender Parts "heftiges Schreien folgt auf sehr ruhige Stellen" verabschiedet. Sie haben die Kurve gekriegt: Die Band aus dem künstlerisch unerschöpflich scheinenden bekennt sich hier zu ihren filmischen Inspirationen, der Ausgangspunkt für die Aufnahmen war der Horror-Klassiker "The Exorcist" von William Peter Blatty, von dem auch der Albumtitel abgeleitet wurde. Das Songwriting ist gegenüber den Vorgängern wesentlich ausdifferenzierter und trägt die unverkennbare Erfahrung von 3 1/2 Alben in sich, die in meist melancholisch-orchestralen Arrangements kulminieren. Das führt zu ungemein unter die Haut gehenden Songs wie dem grandiosen "A life worth living", einem Gänsehautsong par excellence mit exzellentem Refrain und brillianter Dynamik. Man kann ihnen sicher das Schielen nach britischem Pop vorwerfen, aber Aereogramme machen ihr Ding zu gut und mit mehr als genügend eigenem Charakter, als das sie jetzt plötzlich auch nur annähernd zum Plagiat von jemand Anderem verkommen wären. Eine ähnliche Entwicklung wie bei Trail of Dead, 11 Songs * Chemikal Underground.
Warenkorb