
good news for people
US 04 /
US 07
/ RED INK
"...the ship even sank". Kaum ein Album dürfte diese Saison wohl so hohe Erwartungen auslösen wie das der Band um Isaac Brock aus Seattle, zumal nun offiziell Johnny Marr (Smiths) als Gitarrist und Co-Songwriter beteiligt ist, nachdem ja schon einer der Murder City Devils als festes Mitglied eingestiegen war. "We were dead before the ship even sank" beginnt mit einem opulent-lauten, typisch Modest Mouse-hysterischen Kracher, der uns in die besten Momente der Band Ende der 90er zurückversetzt, und doch frisch und mitreißend klingt. Brocks Stimme ist etwas rauher und kräftiger geworden, was wunderbar zur fast greifbaren, dichten Instrumentierung passt; die 14 Songs (knapp eine Stunde Spielzeit) scheinen etwas tighter zu werden, ein Auge auf den Dancefloor schielend, das andere aber auf Innovation gerichtet, und die Augen im Hinterkopf immer in der Zukunft des Indierock, wo sie sonst niemand hat. Bläsersätze prasseln auf uns ein, dezente Synthies harmonieren unfassbar mit den genialen Riffs und den markanten stilbildenden Drums, und über allem der unverwechselbare Gesang, den man aus tausenden Stimmen heraushört, und natürlich klingt kaum ein Stück wie das andere, und gerade die ruhigeren Nummern sind es, die die Genialität dieser Band noch weiter untermauern. Modest Mouse manifestieren weiterhin ihre Legende, das ist ein weiterer Meilenstein auf ihrem schon langen Weg * Red Ink.
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