Irgendwie ist alles anders und doch nicht, aber so soll, so muß es sogar sein bei einem Album des Weilheimer Kollektivs. Sie haben diesmal gänzlich auf Bläser verzichtet und kompensieren das mit dem offensichtlich verstärkten Einsatz von Xylophon, Glockenspiel, Melotron etc. Es ist dann aber keinesfalls ein Orffscher Grundkurs in Instrumentenkunde, sondern ein melancholisches Sci-Fi-Dub-Album geworden, dass Gerth, Acher, Oesterheit & Co in nur 9 Tagen eingespielt haben und dem als Leitmotiv den Aufbruch in eine vergangene Zukunft zugrundeliegt, was sie mit einem größtenteils improvisierten Set eindrucksvoll und - für sie ungewöhnlich - ohne viel offenkundige Jazzthetik umgesetzt haben. Herrliche Echokammermusik, die tatsächlich Vergangenheit und Weltraum atmet, eine Raumkapsel, die langsam den Kontakt zur Erde verliert... Super! *Morr Music