Eine der anschmiegsamsten Stimmen, die man kennt, der eine tiefe Melancholie innewohnt und die dennoch einen aussergewöhnlichen Swing hat, wird nach der Präsenz bei mehreren Gastspielen (u.a. Apparat), aber längerer Pause als Albumartist, fantastisch in Szene gesetzt auf seinem neuen Album. Der Schritt von den beiden Kitty Yo-Alben, die auch schon 6-8 Jahre zurückliegen, zum jetztigen Sound ist stringent, selbstbewusst, zeigt einen Künstler, der nun Pathos besser umzusetzen weiss und der wesentlich tiefgründiger klingt. Wundervolle elektroakustische Songs, subtil akzentuiert vom Odd Orchestra, Raz Freund und Kollege Oliver Doerell, die wesentlich straffer auf den Punkt kommen wie man es kannte. Wer nahe am Wasser gebaut ist, wird weinen vor Freude, neoromantisches Songwriting, wie man es kaum besser machen kann. *Get Physical