Mister "ich-habe-die-Songs-geschrieben-weil-ich-kein-Geld-für-den-Psychiater-hatte" Ruggiero, der Sänger der New Yorker Ska-Legende Slackers und Teilzeitorganist von Rancid, ist ein cooles Animal, der einen auf seinem 2. Soloalbum richtiggehend umhaut mit einem schön zurückgelehnten Mitschnipp- und Wippalbum auf akustischer, fast durchweg alleine eingespielter Basis. Musikalisch eigentlich nur in der Zeit lange vor 1970 verankert, schafft Ruggiero zusammen mit auf den Punkt gespielten Licks ein sehr lässiges Album, das am ehesten an Holly Golightly erinnert und sich dem ältesten Thema der Popmusik widmet. Mit seiner erdigen, charismatischen Stimme, den rumänischen Bläsern von Fanfare Kalashnikov und immer wieder im Duett mit Lisa von der Ska-Swing-Band "Black Cat Zoot" zieht er einen richtig rein in dieses folkige 60s-orientierte Song-Album mit einer Prise Akustik-Punk, Apalachen-Blues, 30er Jahre-Querverweisen, Folk/Antifolk, Ska und ein wenig Swing. Play it again, Vic! *Moanin