D 08
Punk im Osten, das war Subkultur im anderen Deutschland, das war Tumult, das war totale Verweigerung. Die Punks in der DDR stießen an die Grenzen eines Systems, das seine Jugend steuern wollte, von dem einige sich aber nicht lenken ließen. Im Konflikt zwischen Kollektiv und Individuum, Zukunftsnorm und Lebenslust, schrieben sie ein bizarres Kapitel ostdeutscher Geschichte. Entlud sich das soziale Elend westlicher Teenager in dem Aufschrei No future, so ist das Elend einer verplanten DDR-Jugend
treffender mit Too much future beschrieben. Punkbands wie Wutanfall, Schleimkeim, LAttentat, Betonromantik und Planlos stemmten sich gegen einen verordneten Zukunftsoptimismus und eine soziale Überversorgung. Carsten Fiebelers Film porträtiert anhand aktueller Filmaufnahmen und unveröffentlichtem original
Super-8-Material die Biografien einiger Protagonisten der frühen Ostpunk-Bewegung über den DDR-Infarkt hinaus. *Good Movies
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