
dummy
UK 94 / LP 17,90 € *
US 08
Vermutlich das am sehnlichsten erwartete Album 2008, nach 11 Jahren kehren Portishead zurück, die maßgeblich mitverantwortlich waren für das Aufkommen von Triphop Mitte der 90er und mit ihrem Album `Dummy´ eine ganze Generation geprägt haben. Und sie machen es niemand leicht, man braucht seine paar Durchgänge, um das dritte Album vollends zu fassen, vieles ist hier einfach anders als 1997. Der Opener `Silence´ beginnt mit einem vielversprechenden rollenden Drum-Pattern voller Energie, Gibbons Stimme setzt erst gegen Ende ein, bei der ersten Single `Machine Gun´ werden die Beats dem Titel gerecht, Beth Gibbons Gesang ist so großartig wie immer, eine unvergleichliche Stimme mit all den Aufs und Abs innerhalb ihres stimmlichen Radius´ und Timbre. Der prinzipielle musikalische Ansatz ist hier insgesamt ein anderer als zu den Zeiten der Hiphopbeats und düsteren Sounds, die Athmosphäre und Redundanz bei den verwendeten Bestandteilen allerdings dennoch ähnlich. Die Beat-Sound-Eskapaden stehen eher im Hintergrund, bei über der Hälfte der Tracks sind psychedelisch-manchmal gar krachigere Gitarrenlines in krautrockiger Tradition zu vernehmen oder eigenartige Alarmsounds, was die Scheibe dann auch teils näher an die Beth Gibbons-Solo-Scheibe mit Rustin Man führt als an alte 90er-Jahre-Material, bei `Magic Doors´ lebt die alte Umschlungenheit aber auch nochmal weiter. Portishead biedern sich nirgends an, sie gehen ihren ganz eigenen Weg, liefern hier keinen Aufguss ab, sondern haben sich beeindruckend weiterentwickelt, ein neues Level erreicht und stehen mit dieser Scheibe so einzigartig monolithisch dar wie jemals zuvor. Essentiell, nicht nur für jeden Portishead-Fan *Island
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