Der Albumtitel ist ein Verweis auf das Ghetto im Südosten der englischen Hafenstadt Bristol, wo der `Godfather of Triphop´ aufwuchs. `Knowle West´ steht als Synonym für Armut, aber auch sozialen Zusammenhalt, und Tricky befindet sich textlich auf seinem ersten Album seit 5 Jahren auf einer Reise zurück zu seinen Wurzeln. Tricky war nie ein Künstler, der still stand oder gar stagnierte, im gesamten ist dieses Album vielleicht sein abwechslungsreichstes und vielseitigstes und nicht nur textlich eine Art Autobiographie. Er tangiert hier all die Sidekicks seiner Karriere, ob Hiphop, Ragga oder Punk, auf diesem Album greift er sich stilistisch mal hier mal dort ein Riff, eine Idee und baut um,geht hier und da einen entscheidenden Schritt weiter und homogenisiert sein musikalisches leben. Den boshaften Bar-Blues einiger Tracks kannte man so noch nicht von ihm, Rock, Electronic, Hiphop waren selten so eng beieinander auf einer Scheibe wie hier. Und die Wut, die unterschwellig immer in Tricky´s Songs feststellbar war, ist auch hier latent oft zu spüren. Ein guter Restart, auch wenn kein `Maxinquaye´. *Domino