Man erwartet bei dem Bandnamen entweder Noiserock oder ätherischen Islandsound, stattdessen bringt die Formation um Griffin Rodriguez Wärme in die Hütte mit ihren originellen, leicht versponnenen Avantpopvisionen. Arrangements irgendwo im freien Raum zwischen Chicago-Postrock und 60s-Psychedelic-Pop, sie haben auf ihrer 3. Scheibe hörbar sehr viel Wert auf die mehrstimmigen Vocals gelegt, die ihre Wurzeln bei Brian Wilson wie bei Stereolab oder Caribou zu haben scheinen, wundervolle, sich überlagernde, leicht jazzige Lines, die hoch und runter gleiten, dazu ein ausgreifendes Instrumentarium, unter 4/5-tel-Takten kommt hier sowieso keiner raus, Querverweise zu afrikanischer Rhythmik, Jazz, Zappaismus und Progrock. Was äusserst anspruchsvoll in der Beschreibung klingt, ist dann aber ein für den Prog- und Postrock-Fan erleuchtendes wie gut fassbares Album, bei dem auch Mitglieder von Tortoise und Sea & Cake mitgewirkt haben. Digipak. Für das Geld fast ein Muss! *Obey your brain