180gr-Vinyl mit ultraheavy Klappcover!!! Aus der Asche der leider aufgelösten Blood Brothers und Pretty Girls Make Graves schießt wie ein Phönix Jaguar Love. Nachdem sich die sympathischen Krachmacher der Blood Brothers im letzten Herbst aufgelöst haben und die Pretty Girls noch länger Geschichte sind, beeindruckt Johnny Whitney´s charismatischer wie unverkennbarer Schreigesang unterstützt von seinem Gitarristen Cody Votolato und Jay Clarke, dem PGMG-Gitarristen als Drummer und einem im Hintergrund oft agierenden hämmernden Piano/Orgel. Die Songs des Trios klingen deutlich griffiger als bei B.B., Whitney´s Vocals sind um einiges melodischer, fast möchte man ihm hin und wieder Soul attestieren, er changiert seinen Gesangsstil deutlich mehr als bisher, wirbelt wie ein Derwisch zwischen den vielfältigen Gesichtern seines ungewöhnlichen Gesangstils. Die Songs treiben durch die Bank, energetischer Indierock mit Versatzstücken aus allen Ecken des Indierock, mit `Georgia´ haben sie sogar eine Halbballade mit im Gepäck. Die Noiserockwurzeln und Hardcorebezüge haben sie gezügelt, aber keinesfalls aufgegeben, sondern in den innovativen Sound ihres neuen Outfits integriert. Ein Feuerwerk ungerader Rythmen, Synkopen und schräger Gitarrenriffs, die in erstaunlich gut hängen bleibenden Songs aufgehen, selten ist das so gut gelungen wie hier. Innovativ, progressiv, beeindruckend, so hätte man sich wenigstens ein At the Drive in-Nachfolgeprojet immer gewünscht, nie war eine Band so nah dran an `Relationship of Command´. Ganz große Kunst! *Matador