Man kann vor Warp immer wieder nur den Hut ziehen, mit dem australischen Trio ziehen sie eine Instrumental-Band aus der Tasche, die man am plausibelsten als Kreuzung aus Battles und Tortoise umschreiben kann. Progressiver Rock mit einem beeindruckenden Gespür für das Zusammenspiel von Melodien und unruhigen Noiseelementen. Die wabernden Synthiesounds kommen klar und erheben sich aus dem Boden zu wunderschönen Kaskadenund erinnern vom Sound her manchmal an Jarre, Eno oder Vangelis, im Zusammenspiel mit verzerrten, harschen Gitarrenchords und- tönen entsteht eine völlig neue, fesselnde und packende Musik, die Songs haben trotz ihres instrumentalen Charakters einen enorm hohen Wiedererkennungswert, Melodramatik und ungemein viel Dynamik. Die Band spielt wie ein Uhrwerk und bringt Mathrock auf eine neue, höhere Ebene. Eines der besten Instrumentalalben, das in den letzten Jahren erschienen ist, kein Wunder, dass Warp die Band für 16 (!) Alben gesignt hat. Für Fans von Tristeza und Maserati bis Battles und Holy Fuck und Liebhaber alter Synthieprogger eine Erleuchtung und eines der Alben 2008. *Warp