Benannt nach einer mächtigen Erhebung in Nepal, spürt man in der Musik des Hamburger Postrock-Quartetts tatsächlich wolkenverhangene Berglandschaften, der nächste Bergsattel ist zum Greifen nah, wir durchqueren ein Schneefeld in einer ruhigen Umgebung mit wenig Licht und Sauerstoff. Eine faszinierende Tristesse wohnt in den 8 Songs ihres 4. Albums, selten eröffnet sich eine derart enge Verbindung zwischen Sound und innerem Auge. Halma´s fast immer instrumentaler Slowcore funktioniert mit überschaubaren instrumentalen Mitteln, den gebrochenen Dreiklängen der Baritongitarre, einem sanften Bass, einer dezenten Rhythmusgruppe und den akzentuierten Farbtupfern der zweiten Gitarre. Gespentische Bilder ziehen vorbei, wir stehen vor den verwerfungen des `San Andreas Fault´ oder blicken auf den Genfer See bei `Montreux´ und die Mitarbeiter der Mount Wilson-Sternwarte erscheinen in körnigem Schwarz-Weiss. Eine fliessende, schwingende, von jeglicher Bedrängnis befreite Postrockscheibe in der Tradition von Tortoise mit einem einen auf eine ganz besondere Art erfassenden Sog der Ruhe und des Verlust von Zeit. *Sunday Service