EIne fragile Welt, ein Zwischenraum zwischen Realität, Gegenwart und Traum, eine ähnliche transzendente Meditationsstimmung der leicht verzweifelt-melancholischen Art wie bei Bon Iver schwebt in den Songs von Micah, der komplett übrigens wirklich so heisst. Ähnlich zurückhaltend instrumentiert, aber mit einer ungemeinen Eindringlichkeit ausgestattet, berührt Micah´s Americana/Indiefolk und vor allem sein introspektiver Gesang die Seele, umnebelt sie mit einer düsteren Verlorenheit wie man sie so sehr selten zu hören bekommt. Eine leise Scheibe, die sich mit schrecklichen Dingen in den Texten auseinandersetzt und dennoch viel Hoffnung transportiert. *Immune/Thrill jockey