Eigentlich liegt Drum & Bass in den letzten Zügen, da kommt kurz vor der Leichenbeschauung ein Aufzucken, eine Art Night of the Living Dead. Qemists rocken zu Breakbeats zwischen D&B, Grime und Garage mit E-Gitarren, Electrolines und ein bisschen Hiphop mit derart Schmackes (nicht mal Angst vor Metalriffs!) und einer musikalischen Bandbreite, die man in diesem Genre so noch nicht gehört hat - wenn man diesen atemberaubenden Energieriegel überhaupt stilistisch verorten kann. Fetter geht kaum, mein Adrenalinpegel ist auf 212! Reihenweise kleine stilistische Sidekicks in verschiedenste Richtungen sorgen zudem für Dynamik und Abwechslung. Als Gäste Mike Patton, Wiley, UKs Beatboxer Beardyman u.a. Fürs Label Ninja Tune ein untypischer, auf die Welt-Floors ausgericheteter Release, gleichzeitig der beste seit Ewigkeiten.