Auch mit dem vierten Album geht es wieder einen Schritt weiter im umfangreichen, abwechslungsreichen Kosmos der Band mit dem irgendwie anachronistischen Namen. Georg Brenner (auch Ken) und Jan Philipp Janzen (Von Spar) - zwei virtuose Musiker mit Do-it-yourself-Bewusstsein folgen wiederum den Ideen des Krautrocks, sind aber über musikalischen Anachronismus weit hinaus, wenn dieses Album irgendetwas ist, dann "Post", was auch immer man dran hängen möchte. Auffällig ist eine stärkere Hinwendung zum elektronischen Beat, manche Stücke fallen klarer als bisher unter die Ägide des Technoeinfluss, aber die Mischung ist ausgewogen, meistens bewegen sich UIP in ihrem eigenwilligen, eigenständigen Universum zwischen Space-, Prog-, Kraut-, Schweinerock, ein bisschen Jazz, Vocoderstimme, dunkel wabernde Synthies...und bei "Flicker" holen sie dann sogar die Noiserockgitarre raus. Die Spannung wird wie gewohnt enorm gehalten bei jedem Song, bei jeder Note. Als hätte Phil Spector Blind Idiot God produziert. *Strangeways