Ihr letztes Album liegt acht Jahre zurück. Es ist viel Zeit vergangen, was man dem Sound auch anhört. Ihr Punkrock mit deutschen Texten ist deutlich gereift und bildet nach wie vor die Basis. Highlights sicherlich "wenn es eine hölle gibt" (ein Riesenhit), "90 minuten" oder "ich will kein kumpel von euch sein". Hier erinnnern Kafkas an frühe But Alive. Die Jungs aus Fulda (gegründet 1995) haben ihren Sound jedoch erweitert, da gibt´s mal Keyboards, eine Tomte-Gitarre oder ein getriggertes Schlagzeug, fast alles ist möglich - und es kommt gut. Post-Punk, Indie- und einen guten Schuss Pop werden munter verwurschtelt, abgeschmeckt mit einer extra-großen Brise Ironie und Mut, sowie ganz-viel Tanzbein und Herzblut. Mit "der kuchen ist gegessen" schiessen sie sogar eine rasend schnelle Off-beat Nummer ab. Textlich haben Kafkas mehr zu bieten, als viele der anderen Bands, die sich trauen deutsch zu singen. Mit knapp 50 Minuten Spielzeit (15 Tracks) sind auf "paula" quasi schon fast 2 komplette Alben drauf. Aber Propagandhi Platten sind ja auch nicht kurz ... * Domcore.