
art rules
D 06 /
D 09
/ CHICKS ON SPEED
Mittlerweile zum Duo geschrumpft, beeindruckt auf dem 5. Album zunächst einmal die Fülle der Songs (23 Stück) und stilistische Reichhaltigkeit von Melissa Logan und Alex Murray-Leslie. Ihre Selbstinszenierung als Gesamtkunstwerk erreicht seinen Höhepunkt, verstrickt in einen wechselwirkenden Kosmos aus Musik, Mode, Kunst, Performance und Feminismus, auf den sie aus ironischer bis karikierender Distanz auch entsprechend eingehen. Entstanden sind die Songs entsprechend in Hotelzimmern, Zügen, Badezimmern, Kellern von Kunstgalerien und live während Auftritten im MOMA und im Centre Pompidou, musikalisch bieten sie deutlich mehr Unterhaltung im Popformat als auf dem letzten Album und wagen musikalisch eine umfangreiche, popgetränkte Breitseite quer durch Elektropop, Bubblegum-Pop, Cutting Edge-Electronica, Rock, Eurodisco, Old School-Electro, Surf Sound bis hin zu Musique Concrete und Spoken Word-Performance-Soundtracks. Dafür arbeiteten sie zusammen mit u.a. Whomadewho, Mark Stewart, Joe Robinson, A.L. Steiner, Kathi Glas, Anat Ben David, Christopher Just, Patrick Pulsinger u.a. Selten klang experimentelle Musik so nach Pop wie hier. *Chicks on Speed
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