Was sich auf der "Growls Garden" (der Track ist enthalten!) schon andeutete, wird jetzt Wirklichkeit. Der fleissige Neuberliner Chris Clark erreicht ein neues Level, auf das ihm kein Kollege mehr folgen kann, dafür ist die Begeisterung des der Innovation aufgeschlossenen Hörers sicher. Zum einen setzt er seine Liebe für barocke Melodien um, bleibt dem harten Techno-Drive, den eiskalten wie leicht verwischten, leicht melancholischen Synthiesounds, dem Acid dabei treu und wagt sich auch vokodriert ans Micro und zelebriert mit "Rainbow Voodoo" den harsch rockigen Breakbeat in ATR-Manier a la Warp. Die Tracks gehen an die Grenze, die Dynamik und Energie ist enorm intensiv, ein hartes Album, dass aber durchdachter, abwechslungsreicher, logischer in seinem Vorgehen klingt als die Vorgängerscheiben und ein Niveau in Sachen Breakbeat und den damit für möglich gehaltenen Arrangements aufweist, mit dem er sich endgültig in die Riege der Genreklassiker zwischen APX, Venetian Snares und Amon Tobin einreiht. Eine gigantische Scheibe, die auf Kopfhörer wie im Club endlose Euphorie erzeugt und die schlicht und ergreifend rockt und bei aller Komplexität und Härte, die hier abgeht, mit tollen Melodien glänzt. *Warp