Die Kerze vor der Landschaft auf dem Cover zeigt an: das 5. Album der Isländer ist eine Ode an das Licht. Das Licht in allen seinen Variationen und Formen, von der gleißenden Sonne bis zur verblassenden Glühbirne. Was die Isländer auf ihrem letzten Album begonnen haben, setzt sich hier fort. Múm emanzipieren sich seit dem Ausstieg der Valtýsdóttir-Schwestern von den klischéehaften Elfenvergleichen, ohne ihre Wurzeln und das Wesentliche ihres Sounds zu vernachlässigen. Die Songs durchzieht eine ruhige Melancholie, Relaxtheit, Ruhe und eine wundervolle Reinheit, umspielt von unzähligen perlenden analogen und elektronischen Sounds und gedoppeltem bis Chorgesang des estnischen Chors Suisapäisa, dazu ein präpariertes Piano, eine Dulcimer, ein Streichquartett, Marimbas, Gitarren und Ukulelen. Aufgenommen in einer Blockhütte und in Finnland und Estland ist Mum ein herrliches Herbstalbum gelungen, das das Gefühl von Sand vermittelt, der einem durch die Finger rinnt. *Morr