Deutlich erwachsener und weniger verspult als zu seinen Zeiten mit Rockers Hi-fi klingt das 2. Album von Bigga Bush (Ex-Rockers Hi-fi). Dafür ist die größere stilistische Offenheit bemerkenswert, akfrikanische Musik ist wie selbstverständlich Teil des Soundkosmos, der sich in seinen Wurzeln natürlich am Dub, aber auch am Funk und am Afrobeat (Fela Kuti huldigt er musikalisch wie titeltechnisch bei mehreren Tracks) sowie am Reggae und Downbeat-Hiphop orientiert. Tatsächlich ein nicht unähnlicher Ansatz wie der von Mulatu Astatke (mit weniger Jazzanteilen), das Gefühl, in einem groovenden Vakuum zwischen verschiedenen musikalischen Welten zu schweben, stellt sich ein, typisch London. Mit MC-Beiträgen von Earl Zinger und Candice Cannabis. Deep shit again. *Lion head