Kreative Geschwisterliebe, wie sie nicht vielversprechender klingen kann. Das amerikanische Geschwisterpaar Sarah Parthemore und Jacob Donald Snavely, das nach einer jahrelangen, getrennten Odyssee 2003 wieder in Stockholm aufeinandertraf, entfaltet einen vielseitigen Zauber auf ihrem Debut, unterstützt von einem energischen Drummer. Klanglich und textlich sind sie auf der düsteren Seite unterwegs, triffen hier Velvet Underground-Stimmungen auf entpoppte Raveonettes und verrauchte Kills mit dem hypnotischen Nachhall von Echo & the Bunnymen, dem Sakral-Verhuschten älterer Low-Scheiben, angedeutet auch ein wenig Cure´sche Reinheit und ein bisschen Cramp´sche Kaputtheit. Die Gitarre klingt nackt und aufmüpfig, die Drums pauken hypnotisch und Sarah´s klare Stimme ist das Licht am Ende des Tunnels, immer wieder auch kontrastiert von ihres Bruders Stimme. Ein ungestümes, unheimliches Klasse-Album für Nachtschwärmer.*Haldern Pop