Grundsätzlich nutzt martin Dosh auf seinem 5. Album mehr die Kraft der Drums und der Vocals und zieht das ganze register eines echten Indietronica-Maestros. Ein dichtes dickicht-artigesTerrain aus Electronic und Postrock, Jazzeinflüssen wie getragenen Soundteppichen, fuzzigen Rhodes, Pianolines und Bläsersätzen, schräg getakteten angejazzten Drums und allerlei anderem Schlagwerk bis hin zum Xylophon, das aber niemals feststeckt in diesem mitreissenden paradiesischen Labyrinth, sondern geradezu sprüht vor Kreativität. Ein schimmerndes Kleinod, mal Kammerelectronic, mal episch, mal schimmernd, mal wirkt es improvisert und driftet gegen Schluss sogar in krautig-redundante Feedbacklandschaften ab. Vielfältig und schön. *Anticon