Sozusagen der Zwilling zum gerade mal 4 Monate alten Album "Is and always was". Bei Danny, dem Enfant terrible des US-Indie und laut Kurt Cobain dem größten Songwriter überhaupt, ist man ja schon Überraschungen gewohnt, aber dieses Album, das er mit dem 11-köpfigen niederländischen Jazz-Ensemble B.E.A.M. Orchestra eingespielt hat, ist dann doch eine Sensation, da es Johnston´s schiefen charismatischen Gesang und sein unstetes Klavie- und Gitarrenspiel neu kontextualisiert. Mit wohlgemerkt zurückhaltend eingesetzten Bläser- und Streichersätzen erstrahlen einige seiner Klassiker wie "True love will find you in the end" oder "Devil town" in neuem Flair und Johnston kriegt manchmal einen Hauch Sinatra-Flair verpasst, manchmal ist es auch avantgardistisch angehauchter Kaffeehaus-Jazz, der der Kult-Figur eine neue Facette verleiht. Dieses etwas andere Gesicht steht Johnston aber verdammt gut. Wer den Lo-Fi-Johnston liebt muss ein bisschen umschalten, wird aber mit ein paar Stücken im typischen Johnston-Style entschädigt. *Hazelwood