Drei Jahre nach ihrem phänomenalen Debüt "kuddel" kommen die sympathischen Jungs aus Hamburg mit ihrem zweiten Longplayer um die Ecke, und zeigen uns einmal mehr, wie Emo-Punk in der ersten Liga (ganz oben!) gespielt wird. Der stark Jawbreaker-mässige Sound wird mit Schrammel-Gitarren-Pop der 90er (hallo Captain Planet) vermischt und schüttelt einfach so einen Hit nach dem anderen aus dem Ärmel. Gleich der Opener "Baumarkt" setzt sich spätestens beim Refrain im Ohr fest und läßt dich nicht mehr los, und bei den neun folgenden Songs ist es kaum anders. Die Produktion ist angenehm "unauffällig" und eher etwas lo-fi, die Gitarrenarbeit (2!) erinnert an die genialen Broccoli (z.B. # 6 "Böller"), wenn sie nicht gerade den Jawbreaker-Riffs folgen. Die teils lyrischen, sehr persönlichen Texte gehören zum Besten, was ich in letzter Zeit gehört habe, und die Art so zu singen (bzw. zum Sprechen) gibt´s nur bei Matula. Hier stimmt einfach alles! Ein ähnlicher Geniestreich wie die neue Turbostaat. Super!!! * Zeitstrafe.