Berliner Nerdbrillenträger, der analoge und elektronische Sounds miteinander verlötet zu wunderbaren unter die Haut gehenden Songwriterkleinoden. Einer, der genauso gerne mit der festplatte wie mit der akustischen Gitarre kuschelt und dem auf seinem 2. Album teilweise perfekt die Zusammenführung von melancholischem Folksongwriting und Morr-artiger Electronica gelingt. Und trotz aller erkennbaren Liebe zum Laptop ist sein musikalisches Lagerfeuer warm, angenehm und er geht trotz aller manchmal zur Schau getragener Opulenz und etwas Pathos genauso gerne intim und persönlich vor. Und auch die Peinlichkeitsgefahr, die die Vertonung persönlicher Emotionen und Sehnsüchte bietet, problemlos und souverän umschifft, frühere Schüchternheit ablegt und das One-Man with his Guitar-Image abschüttelt zugunsten etwas Größeren.*City Slang