Wow, wie cool ist dieser dürre Typ im coolen 50er-Jahre-Anzug mit großem Hut, zweifarbigen Brogues und einem Grinsen, das dem Teufel höchstpersönlich das Fürchten lehrt, der hier in Vollspeed durch seine Heimatstadt London zu rennen scheint? Benjamin Darvill nimmt den Blues, entschlackt ihn bis auf die Knochen und überführt ihn ins 21. Jahrhundert mit entsprechender Aufnahmetechnik und Tricks. Und Darvill hat zudem eine Stimme, deren angefunkter Verführungskraft man einfach erliegen muss. So auch Steve Albini, der das Album auch produziert hat. Der Beat stompt dazu wie ein energisches Fussstapfen, die Mundharmonika breakt, R&B-Riffs und improvisierte Perkussion führen zu einer auf den Kopf gestellten, dekadenten new Orleans-Atmosphäre. Klasse! *Naive