Ordentlich Alarm machen die Schweden auf ihrem 2. Album. Dafür haben sie sich von ihren Emo- und Mathpunkwurzeln gelöst und ihre Orientierung justiert, indem sie das Chaotische des Vorgängers zugunsten von konsequenten, kontinuierlich nach vorne reitenden und fiebrigen, getriebenen Songs kontrollieren. Die Gitarrenfiguren sind nach wie vor herrlich knotig und verquer, die Bestandteile aber verschoben und das Ungerade haben sie in geradere Bahnen gelenkt. Ein mitreissendes, ungemein präzise gespieltes Album in der düsteren Stimmung vor dem Morgengrauen gehalten, auf dem auch Saxophone plötzlich wie ein Phönix aus der Asche auftauchen aus den geschlagenen Killergitarrenriffs, auf dem das Progressive sich mit einem gelassen-cool klingenden Gesang verquickt und auf dem sich eine ungeahnte Freiheit und Sehnsucht im Songwriting Platz schafft. Für Freunde von 31 Knots & Co. *Sinnbus