Eine der seltenen Scheiben, die sich jedes Vergleichs entheben, weil der Stil so einzigartig ist. Die Grundlage des Marnie Stern-Sound ist das verfemte Fingerpicking auf der E-Gitarre. Marnie, die Furia aller Gitarristinnen, ist die Königin dieser Disziplin. Und jetzt lenkt die Wahl-New Yorkerin dieses Talent und Qualität in Richtung geordneterem Songwriting und ihr gelingt ein ganz großer, erstaunlicher Wurf hier ohne in die Instrumentenmasturbationsfalle zu geraten. Dabei sitzt an den Drums auch noch ein weiterer Irrer, nämlich Zach Hill, am Bass lärmt Matthew Flegel (von der Band Women) und für den Mix sorgte Lars Stalfors (Mars Volta u.a.). Aber die Ausgewogenheit zwischen Chaos und Harmonien, Lärm/Dissonanzen und ungewöhnlich-überraschendem-melodischem, sich in den Gehörgängen des aufmerksam-erwachsenen Hörers festsetzenden Songwritings ist erstaunlich. Sowas haste noch nicht gehört, inkl. grandioser Sidekicks zum Metal, Noiserock, Jazz, Progrock, Grind, aber auch zum Indie- und Alternativerock. Das Innovationsglöckchen schellt ganz laut bei dieser stilbildenden Scheibe! *Souterrain Transmissions