Ein trans-musikalischer Bühnenzauber, hier der zweite Akt. Das kleine Balkanophile Orchester verwurschelt hier wieder alles was Spaß macht und kredenzt ein zartes bis swingin` Album zwischen Vaudeville, Zirkus, Klezmer, Dreigroschen Romantik und harmonieseliger Polyphonie. Und das passt in jedes Haus, ob großer Ballsaal oder kleiner Punkrock-Schuppen, ob auf offener Strasse oder im Festzelt; das macht auch den Charme aus, das Volksmusikhafte ohne Klischees zu bedienen, das Amerikanische ohne gewöhnlich zu sein, das Indie-hafte ohne elitär zu wirken, das Walzer-selige ohne berechenbar zu sein. Und zu diesen vielen Einflüssen und Strömungen kommt noch das Gespür für Melodien, für Popmelodien ohne jegliches Folk-Gedöns, als ob die Fab Four mit einer wild zusammen gewürfelten Multikulti Truppe ins Studio gegangen wären. Klasse, Vergleiche? Wenig, vielleicht noch die Labelmates von Mardi Grass B.B. oder Calexico. * Hazelwood