Wow, an einem solchen Soloalbum sollen sich andere mal ein Vorbild nehmen. Aber hätten wir es anders erwartet vom Cursive-Frontmann, dessen Stimme eine sonst verdammt schwer zu findende Ausgewogenheit von Schmelz und Rauheit aufweist wie sonst nur Moneybrother oder der Portugal the Man-Sänger. Zudem beweist er, dass er ein großartiger Songschreiber und Texter ist und mit seinen selbstreflexiven bis romantischen, aber auch schonungslos ehrlichen Texten jedes Herz bricht. Geschrieben und aufgenommen in der Wildnis Montanas setzt Kasher solo eigene Akzente mit orchestraleren Kompositionen und theatralischen Arrangements mit Streichern uind Bläsern, die mit Kashers eindringlichen Vocals zwischen Flüstern, Croonen, Singen und Schreien eine wahnsinnige Dynamik entwickeln. Kasher schliesst dabei auch an das tolle letzte Cursive-Album an, indem er groovigeren Parts und ruhigeren Momenten entsprechend Platz einräumt. Eines der Alben des Jahres, das trotz seiner verdammt positiven Ausstrahlung immer wieder nachdenklich macht. Geholfen haben ihm Erin Tate (Minus The Bear) und Cursive-MItglieder. Die klassischen Parts wurden von Mitgliedern des Glacier Sinfonieorchesters eingespielt. LP+CD lim. auf 500 Stück! *Affairs of the Heart