Über Wire´s Rolle als wegweisende Band für die Entwicklung des Postpunk brauchen keine weiteren Worte verloren werden, aber zudem sind sie eine der wenigen Bands, die mit jedem neuen Album ihre Relevanz erneuern und nicht die alte bestätigen. Colin Newman & Co sind nicht auf der Suche nach verloren gegangener Juvenilität und tendieren auch nicht zu altersweiser Introvertiertheit, sondern setzen lieb gewonnene Stilmittel ein für eine eigene, neue Qualität, wie dieses 12. Album zeigt. Dabei ist das Trademark immer unverkennbar dank des leicht melancholischen Gesangs und den Postwavegitarren, die Auswüchse von Song zu Song unterschiedlich und reichen von Artrock über Postpunk, knalligem Indierock zu crawlendem, basslastigem Postwave und ein paar schöne Verträumtheiten gönnen sie sich auch. Auffällig ist dabei der lyrischere Ansatz, der dieses Album durchzieht und ein zeitloser Approach, der die Vergangenheit mit einbezieht und dennoch in die Zukunft schaut. Wire is Wire is Wire! Chapeau! *Pink Flag