Wow, das hat klasse. Selten hält ein Debutalbum die Spannung von A-Z, dem Quintett aus dem süddeutschen Geisenhausen um den Frittenbude-Gitarrist gelingt das problemlos hier und sie treffen den Zeitgeist auf den Punkt (hat aber vom Sound her nix mit Frittenbude zu tun!). Ein Manifest in Sachen schwermütigem wie anspruchsvollem Alternative- und Indie-Rock, der dafür die große Geste in Gestalt einer dicken Produktion und auf den Punkt gebrachten Arrangements und Melodien für die Tiefe in Dir wählt. Da gehören orchestrale Streicher genauso dazu wie Pianolines, übereinander lappende Gitarrensounds von symphonisch-rockend bis akustischem Fundament, gerne mit einem filigranen, im Midtempo peitschenden Beat unterlegt. Zwischen Epik und Melancholie ist auch immer wieder Platz für ein elektronisiertes Beatgerüst und ein paar Synthiesounds. Ein geheimnisvolles, eindrucksvolles Album, das Progressivität und Pop im Orbit zusammenführt, keinem Trend hinterherhechelt, sondern gleich zu Anfang 2011 den State of the Art in Sachen Rockmusik nicht nur hierzulande definiert. *Noisolution