Der Mut und Innovationsgrad, der den Seefeel-Output zwischen 1993 und 96 auszeichnete, findet sich auch 14 Jahre später auf diesem Comebackalbum. Prägend ist dabei die nahezu alle Tracks durchziehende Dub-Rhythmik von Bass und Drums, die von harsch-weirden zwischen Noise und Drone changierenden Gitarrenakkorden (die auch oft wie rückwärts gespielt klingen) und an Horrorscores erinnerenden Sounds flankiert wird. Dabei glänzen Seefeel durch Kontrastreichtum von leise und Laut, Schwer un Leicht, denn auch unwirklicher Gesang und verspielte Melodien, die an ihre Frühzeit bei Too Pure erinnern, finden sich in verhallter Spurenform in den Tracks. Die Intensität entfaltet sich v.a. beim lauten Hören und auf Kopfhörer. Faszinierend-intensive Musik. Shoegazer-Industrial-Dream-Dub, here we go. *Warp