Ein herrliches Wirrwarr, ein sprudelnder Quell, ein vor Kreativität überbordendes Album. Stellenweise ätherisch-enthoben, mit verschiedenen Nuancen von Psychedelic meisterhaft spielend, aber auch stellenweise kantig und vor Kraft strotzend. Akron/Family sind Wächter der Zukunft, die immer schon ihrer Zeit voraus waren und auch hier sind, aber so nah war wie hier war die Gegenwart noch nie an ihnen dran. Geschrieben haben sie das Album in einer Holzhütte am Berg Meakan, einem aktiven Vulkan in Japan und hier und da hört man einen japanischen EInfluss. Mehrstimmige Vocals zu freakfolkigen Songs, eingeflochtene Fieldrecordings, eine in Psychedelic-Popsongs gegossene Transzendenz, dazwischen aber immer wieder eine aufmüpfige Gitarre, die kurz an Marnie Stern erinnert, um sich mit Deerhoof-scher Genialität und Verspieltheit im nächsten Moment in progressive Indierocksphären zu verabschieden und immer wieder eine Rückkehr zum Popkleinod oder einer Ruhestelle. Eine reiche Schatztruhe voller Fantasmen, verschiedener Instrumente, Ideen, Dynamik und Dichte. *Dead Oceans