Es ist nicht unbedingt so, dass Drew Lustman die Breakbeats komplett neu erfinden würde, aber ihm gelingt tatsächlich die Zusammenführung v.a. zeitlich getrennter Welten. Man spürt auf seinem 2. Album die Mid-90er-Aufbruchsstimmung des frühen Drum & Bass, er greift bewusst auf ähnliche Versatzstücke (von Acidhouse bis Soul und überpitchte Passagen) zurück wie deren frühe Meister, genauso kann man auch flächige Sounds des Chicago-Detroit-Imperiums hier finden, die er mit den neu gewonnenen Besonderheiten des Dubstep konfrontiert. Die Liebe zur facettenreichen britischen breakbeatlastigen Dancemusik ist die Klammer, die das Album zusammenhält und aus der er sich zu unterschiedlichen Gewichtungen in der Synthese bedient - ohne in die Retrofalle zu geraten. *Planet Mu