Neues Album aus der Echokammer im Weilheimer Stall um die Gebrüder Acher zusammen mit dem über 70jährigen versierten Jazz-Schlagzeuger Billy Hart , der auf über 600 (!) Alben mitgespielt hat, u.a. dauerhaft bei Stan Getz und Herbie Hancock, aber auch bei elektronischer, experimenteller Musik und Spiritual Jazz wirkte er mit. Jazz aus der Indierockperspektive, oft cineastisch, filmmusik-artig wird hier Spannung aufgebaut. Alles bleibt stets in der Schwebe, leicht und federnd, dabei aber immer abgründig. Flirrende Triller auf der Querflöte und dünne, gleichsam drohende Streicher-Flächen sorgen dafür, dass das Gefühl heimeliger Behaglichkeit ausbleibt. Aus einer abstrakten, von dunkler Perkussion und elektronischen Effekten geprägten Klanglandschaft schält sich ein gekonnt arrangierter Satz Kammermusik im Jazzkontext. Holzbläser, zum Teil mit Effekten bearbeitet, und Streicher verschränken sich in ruhig schreitenden Figuren. Eine andere Seite von Weilheim, dessen Melancholie durchschimmert und das sich dem Jazz hingibt, dem Dub auch, dem Experimentellen sowieso. Die vielleicht jazzigste T&TT bislang. *Morr