Die studierte Pianistin repräsentiert hier eine neue, ungeahnte, (weibliche?) Seite im stilistisch manchmal etwas eng wirkenden Audiolith-Kosmos, ohne dass der Byterock ausser Sichtweite geriete. Das 2., diesmal mit Ja!kob von Frittenbude produzierte Album klingt stilistisch offener und abwechslungsreicher, auch wenn sie die Weiten des Electro-Pop dabei nicht verlässt. Die Gratwanderung zwischen Mainstream- und Indie-Dancefloor, Club und Pop, Tiefe und Spaß, Innen und Außen gelingt exquisit, die Songs funktionieren trotz Disco- oder Breatzbeats weniger nach Track-, sondern nach klassischen Songschemen und bergen eine Menge Überraschungen. Die Gefahr, in Großraumdiscoumgebungen zu landen zu begeben, unterläuft Ira intelligent, neben den atmosphärisch sehr unterschiedlichen Synthiewelten sorgt dafür auch ihre Klasse-Stimme, die sie auf variable Weise einsetzt und verschiedene Aspekte von 80s, 90 unnd 00s-Dancemusik tangiert. *Audiolith