Der wirklich große Durchbruch blieb ihnen stets verwehrt, dabei gibt es kaum eine Band die ihre Einflüsse aus 70s Glamrock, Powerpop, Punk und Stadionrock mit souliger Note so detailverliebt zu verarbeiten weiß wie Urge Overkill. Und an ihre Glitzeranzüge aus den 90ern kommt bis heute keine Band heran. ... Benannt nach einem Song der Funk-Übergruppe Parliament, braucht das erste Album der Chicagoer seit dem 1995er Werk "Exit the Dragon" (feat. Gaza Strippers Gitarrist Hadji Hodgkiss am Bass und Cherry Valence´s Bonn Quast am Schlagzeug) ein paar Durchläufe um zu zünden, der Opener "Mason/Dixon" wirkt noch verhältnismäßig sperrig, aber schon im folgenden werden Bubblegum Refrains mit Breitwandriffs angerührt, in leichte Melancholie getaucht und durch die knochentrockene Produktion verfeinert. Stimmlich hat Nash Kato nichts verlernt, zusammen mit Eddie Roeser schreiben sie noch immer die gefühlvollsten 70s Tunes, die nicht aus den 70ern stammen. Sie können´s immer noch, die mittlerweile etwas gereiften Herren! * UO