Wir kennen den langen Sonic Youth-Mastermind solo der Avantgarde und dem Lärm gegenüber immer sehr aufgeschlossen und experimentierfreudig, umso mehr überrascht Moore hier mit einem feinfühligen Solowerk, das ihn von einer ungeahnten Seite zeigt. Moore klingt brilliant in dieser eher beruhigten, manchmal fast orchestralen Welt seines 3. Solowerkes, in der neben seinem akustischen, zuweilen auch ins folkige gehende Gitarrenspiel die Harfe von Mary Lattimore und das Geigenspiel von Samara Lubielski zu hören sind. Die Songs sind vom gerüst her ungefähr so komplex komponiert wie Sonic Youth-Songs, nur die Intensitäten, die Mittel, die Klangfarben sind anders. Ein großartiges Album, das nicht nur, weil es überrascht, mitreisst, sondern auch viele große Momente bereithält. Zudem war Beck der Partner in acoustic crime, der produzierte und sich auch an diversen Instrumenten betätigte. *Matador