Haste so noch nicht gehört. Dass sie eine der am ungewöhnlichsten klingenden Outfits des New Yorker Undergrounds sind, beweisen GGD einmal mehr. Ihr 5. Album ist mehr als die Vorgänger geprägt vom eigenwilligen Gesangsstil von Lizzi Bougatsos, die ostasiatische Harmoniefolgen grazil und gekonnt aufgreift ohne sie zu kopieren und dem Album ihren Stempel aufdrückt. Genau wie die Band, die ihren exotischen Stil untermauert, indem sie ebenfalls gerne auf für westliche Ohren ungewohnte Harmoniebögen zurückgreift und diese in den Kontext eines zeitlich völlig losgelösten Synthie-Pop-Sounds stellt, der oft von treibenden Drums unterlegt wird und sich jeglichen Vergleichen entzieht. Auf einer Wellenlänge mit den aus ähnlichem Kontext stammenden Originatoren wie TVOTR, Animal Collective oder Black Dice. Kunstvolle, enigmatische, großartige Musik, die es zu entdecken gilt und die ihre volle Pracht erst nach und nach entfaltet. Exzellent, spektakulär und innovativ! *4AD