Da sage noch einer, man könne im hohen Alter nicht noch ein Rockstar werden. Er wurde 1941 in Oakland/ Kalifornien geboren, sang an Straßenecken, schlief unter Brücken und war auch hier und da im Knast. Seine Musik steckt voller Leben, klingt authentisch und handgemacht: Der amerikanische Blues-Musiker Seasick Steve, eigentlich Steve Wold, mittlerweile in Norwegen beheimatet, ist unbestritten eine lebende Legende. Sein karger Sound ist tief im blue-jeans-blues verwurzelt, sei es die slow-groove-fummel-Variante, oder die von ihm bevorzugte stampfende Boogie-Version, sein Sound riecht nach dem sumpfigen Süden der USA, bewaffnet mit Bottleneck und Hornhaut an den Fingern, erzählt er Geschichten aus seinem anekdotenreichem Leben, sympathisiert mit Gaunern und Schurken, erinnert sich an leichte Mädchen und andere Romanzen, und am Ende, wenn das abschließende "It´a a long long way" erklingt, könnte man glatt meinen, der späte Johnny Cash sei hier am Werke. * Pias