Devonté Hynes ist ein Workaholic, der schon ganz schön viel unterschiedliche Musik selbst gemacht (Test Icicles, Lightspeed Champion) und produziert hat (Basement Jaxx oder Florence & The Machine). Schon länger vollendet, aber jetzt erst veröffentlicht wird nun diese Zeitreise in die neonfarbenen Bars der 80er, in clean-minimalistische, runtergekühlte Song-Interieurs zwischen No Wave-White-Funk, Synthiepop, Discobeat und leidenschaftlichem Gesang, in die von Idenditätsdiffusion geprägten Arbeiten von Transgender-Ikonen wie Octavia St. Laurent oder den verspielten Hochglanz-Nihilismus eines Gregg Araki. Aus dem verträumt-schwulstigen Sound für Afterhour-Bars hat Devonté ein Album voller Tiefe geschaffen, das muss man auch erstmal so hinkriegen. *Domino