Synthie-Pop muss nicht immer kalt klingen. Wer so lange dabei ist wie der Liverpooler Fünfer, kann auch mal in den malerischen Sonnenuntergang schauen und träumen. Das 5. Album gleitet und fliegt mehr als die Vorgänger, klingt einfühlsamer und irgendwie auch romantischer. Geschmackvoll und ohne auf die andere Seite zu kippen integrieren sie 80er-Jahre-Synthielines zwischen Verve und Kitsch in Kaskaden aus verhalltem Sound. Der liebliche Gesang der Zwillingssirenen Aroyo und Marnie erhebt sich aus diesen, in die Endlosigkeit des Himmels reichenden Songs und weist in eine Zukunft voller Schönheit und Frieden. In eine Welt des Scheins, der Zufriedenheit und der Vollkommenheit. *Nettwerk