Es gibt nicht mehr viele Bands, die heute noch dem Grunge-Sound frönen, das Trio hier macht es dafür umso besser. Mit ihrem Komm-du-willst es-doch-auch Charme, tumultigen Battle-Gesangsparts, smart-rotzigen Texten in deutsch und englisch und einer Attitude von der Größe Alaskas haben sie sich bei etlichen Touren (u.a. als Support der Rockbrocken Therapy?) eine stetig wachsende Fanbase erspielt. Kann die Band ihr Live-Speltakel auch im Studio umsetzen? Der Opener "Nadines Korsett" gibt perfekt die Richtung vor, die die Shirleys auf diesem Album einschlagen: bissig, auf den Punkt für die Tanzfläche und catchy ohne Ende. Und wer nicht spätestens beim darauffolgenden "Floor The Gas", mit seinem dadaistischen Disco-Bummbumm, "on" ist, liegt wahrscheinlich im Wachkoma. Der Rest ist so agil wie eine Klapperschlange, der man die Brut klauen will und dürfte nicht nur die vielen Fans in Ehrfurcht versetzen * Setalight