Ist der Mann schizophren? Nach dem introvertierten "Wit's End" vollzieht Cass einen 180g-Grad-Wechsel. Eine erdige Gitarre, verzerrt und akustisch, prägt viele der Songs, geschüttelt von einem treibenden Midtemposchlagzeug. Und immer wieder entfleucht er in die 60er-Jahre mit schönen Querverweisen zum Powerpop, Folk und zu bunt klingenden Ideen. Das Tempo ist variabler, die Bandbreite des rythmusbasierteren Songwritings größer, eine Orgel sorgt für viel Farbe, setzt Akzente und McCombs charismatischer Gesang und seine Lines setzen prima auf, bleiben hängen und er klingt viel hoffnungsfroher als zuletzt. Sein 6. ist sein indierockigstes, aber auch kohärentestes, abwechslungsreichstes Album bislang. *Domino